C u s a n u s - Oper

Das Projekt: C u s a n u s - Fragmente der Unendlichkeit


Veranstalter:

The Flemish Academic Centre for
Science and the Arts (VLAC)
The Flemish Academic Centre for Science and the Arts (VLAC)
 

Institut für Cusanus-Forschung
an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier
Siegel der Cusanus-Gesellschaft
 

Stadt Bernkastel-Kues
Wappen der Stad Bernkastel-Kues
 

Verbandgemeinde Bernkastel-Kues
Wappen der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues
 

Cusanus-Gesellschaft
Logo des Vereins zur Förderung der Cusanus-Forschung
 

Cusanus-Doppelsymposion in Brüssel und Kues

Warum sehe ich eigentlich die Welt so, wie ich sie sehe? Vielleicht denkt mancher nun: Eine seltsame Frage! Hat man nicht immer so die Welt gesehen? Warum sollte man sie anders gesehen haben? Aber, was heißt eigentlich „die Welt sehen“? Nun, unstrittig wird ein Maler eine rote Rose anders anschauen als ein Botaniker und ein verliebter Mensch noch anders. Was wir sehen, hängt offenbar davon ab, wie wir sehen. Das „Wie“ des Sehens ist etwas was den Blick der Wissenschaft auf die Welt bestimmt: Sie macht ihre Experiment dem gemäß. Das „Wie“ bestimmt das Auge des Künstlers, beispielsweise in der Zentralperspektive. Das „Wie“ bestimmt schließlich den Blick des Theologen oder Philosophen auf Gott und Welt in seiner „Weltanschauung“.

Dass Kunst, Wissenschaft und Philosophie so sehen, wie sie sehen, ist ein historischer Prozess, der einen seiner entscheidenden Umschwünge im 15. Jahrhundert nahm. Man entdeckte in der Kunst die Zentralperspektive, man begründete die Naturwissenschaft und man fand eine neue philosophische Weltanschauung, die den Menschen selbstbewusst und kreativ der Welt gegenüberstellte. Von den Errungenschaften dieser Zeit leben Kunst, Wissenschaft und Philosophie bis heute, aber sie haben sich manche Einseitigkeiten und Schrullen im Laufe der Jahrhunderte angewöhnt.

Grund genug, um den Begriff des Sehens einer Revision zu unterziehen und das Verhältnis von Kunst, Wissenschaft und Religion neu zu bestimmen – durch einen Blick auf das 15. Jahrhundert und seine führenden Köpfe.

Dieses Motiv bewegte die Königlich Flämische Akademie von Belgien für Wissenschaften und Künste ein internationales Projekt zu genau dieser Frage auf den Weg zu bringen. Selbstverständlich nimmt Nikolaus von Kues eine zentrale Stellung in ihm ein, und selbstverständlich war das Institut für Cusanus-Forschung in Trier in die Forschungsarbeit einbezogen. Ein halbes Jahr forschte und arbeitete der Cusanus-Dozent am Institut, HD Dr. Harald Schwaetzer, mit Spezialisten verschiedener Länder und Disziplinen. Nun möchte die Forschergruppe einige Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren und lädt dazu zu einem Symposion ein, das in Brüssel und Kues stattfinden wird. Vortragen werden renommierte Forscher aus den USA, aus Argentinien, aus Japan und verschiedenen europäischen Ländern. Man darf auf die (fast alle auf deutsch) gehaltenen Vorträge gespannt sein.

Gleichzeitig bietet das Symposion vom 12. bis zum 16. September noch weitere Glanzlichter: Eröffnet wird im Cusanus-Geburtshaus eine Ausstellung mit Arbeiten des renommierten Graphikers Ekkehard Welkens, auch hier geht es um das Thema „Cusanus und Sehen“. Ein Konzert in St. Briktius stellt Werke des Komponisten Boudewijn Buckinx vor, des Komponisten von „Cusanus – Fragmente der Unendlichkeit“, zu sehen ab November im Theater Trier; erste Auszüge aus der Oper werden im Konzert vorgestellt. Aber auch eine Dichterlesung mit Wolfgang Christian Schneider oder eine Lesung aus Cusanus-Predigten verbunden mit alter Musik bietet das Programm – eine cusanische Vielseitigkeit für viele Sinne und Interessen ...

Theorien des Sehens und Techniken der Visualisierung

Ein internationales Doppelsymposion in Brüssel und Bernkastel-Kues vom 9. bis 16. September 2007

Veranstalter:

Flämisches Akademisches Zentrum der Königlich Flämischen Akademie von Belgien für Wissenschaften und Künste

Institut für Cusanus-Forschung an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier

in Verbindung mit Stadt und Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues und dem Cusanus-Studien-Zentrum der Universität Nijmegen

Schirmherrschaft

Adrianus van Luyn S.D.B., Bischof von Rotterdam, Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft

Programm

Sonntag, 9. September, Brüssel

17.00 Uhr       Festakt zur Eröffnung des Symposions

19.00 Uhr      Empfang durch die Akademie

20.00 Uhr      Konzert: Cusanus-Lieder von B. Buckinx

Montag, 10. September, Brüssel

Sektion I: Wilhelm Dupré (Nijmegen)

Mittagessen

Dienstag, 11. September, Brüssel

Mittagessen

Mittwoch, 12. September

Transfer nach Bernkastel-Kues

Donnerstag, 13. September, Bernkastel-Kues

Sektion 2: Klaus Reinhardt (Trier)

Mittagessen

Abendveranstaltungen in Bernkastel-Kues:

Freitag, 14. September, Bernkastel-Kues

Mittags und früher Nachmittag:

„De visione Dei“.

Ausstellung von Ekkehard Welkens. Siehe gesondertes Programm

Samstag, 15. September, Bernkastel-Kues

Sektion: Marc de Mey (Brüssel)

Festakt

Sonntag, 16. September, Bernkastel-Kues

10.30 Uhr Festliches Hochamt in St. Briktius

Im Nachmittag (15.00 –17.00 Uhr)

Cusanus auf dem Karlsbader Platz: Infostand, Globus-Spiel

19.00 Uhr Kunst – eine Frage der Perspektive?

Diskussion mit Prof. Dr. Tilman Borsche, Prof. Dr. Norbert Schneider und Prof. Dr. Wolfgang Christian Schneider über die Ausstellung von Ekkehard Welkens (Cusanus-Geburtshaus)

Ludus globi

Von Donnerstag bis Sonntag wird in der Kirche St. Michael die Theaterinstallation Ludus globi TM, eine Servicestation für Philosophie, präsent sein, die Interessierte (auch Schüler) über das Cusanische Globusspiel an Nikolaus und an aktuelle philosophische Themen heranführt.

St.Nikolaus-Hospital / Cusanus-Stift

Von Donnerstag bis Sonntag werden Sonderführungen angeboten.

Anmeldung unter Angabe der Adresse und der Tage der Teilnahme an das:

Institut für Cusanus-Forschung
Domfreihof 3, 54290 Trier
Tel.: 0651/14551-0, Fax: 0651/14551-25
cusanusf@uni-trier.de

© 2007  August Herbst &  Institut für Cusanus-Forschung, Trier